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1. Mai 2008/19.10.2010
Laute Gedanken über die Affiliate-Programmen und ihre Tücken!Bei den Anbietern von Affiliate-Programmen muss man höllisch aufpassen. Es ist nicht alles Gold was glänzt. Insbesondere: die Affiliate-Netzwerke werden von niemanden kontrolliert. Dieser Markt ist funkelnagelneu. Ist erst vor 15 Jahren entstanden und genau hier - in diesem Punkt - fehlt noch eine unabhängige, externe Kontrollstelle! Am besten wäre, wenn sich der Fiskus damit befassen würde. Denn wenn ganz wenige Softwarenspezialisten die ID im Network austauschen sollten, dann geht ganz bestimmt das Geld ins sichere Ausland. Den wir reden hier von Millionengeschäfte und Milliardenumsätzen. Vor allem fehlt immer noch eine unabhängige, externe Kontrollstelle! Am besten wäre wenn sich der Fiskus damit befassen würde. Den wir reden hier von Millionengeschäfte und Milliardenumsätzen. Hier, im Affiliate-System, werden Miliardenbetrügereien vollzogen. Zehntausenden von Webmastern werden betrogen. Aber niemand sagt was! Die alten Staatsanwälte scheinen mit dem Internet überfordert zu sein ..... |
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Im 2007 habe ich mich bei mehreren Affiliate-Netwerken angeschlossen. Dabei wollte ich vorerst gar kein Geld verdienen - das sollte später kommen - sondern nur diese Netzwerke durchtesten. Meine Analyse befasst sich NICHT mit PAY-PER-KLICK. Sondern ausschliesslich mit prozentuale Provisionen beim Kauf übers Internet. Vorerst einmal, wie funktionieren diese Affiliate-Netzwerke: König im ganzen System ist der Kunde oder der Käufer, also der Internet-USER, der die Ware per Maus-Klick kauft und zuerst bezahlen muss, und die Ware nicht zurückgibt. Sonst gibt es verständlicherweise keine Provision. Danach kommt der Affiliate-Partner auch Publisher genannt - also der Webmaster der die Internet-Seite zur Verfügung stellt, verwaltet und im Netz stellt und Werbung für die Ware tätigt. Dieser sollte schlussendlich ca. 4 - 6 % des Verkaufspreises erhalten. Dann haben wir das Affiliate-Netzwerk, der die Hauptprovision vom Verkäufer entgegennimmt und einen Teil am Affiliate-Partner abgibt. Am anderen Ende kommt der Verkäufer oder der Merchand der die Ware liefert und die Hauptprovision am Affiliate-Netzwerk abgibt. Dem Affiliate-Netzwerk obliegt dann die Aufgabe, einen Teil der Provision am Affiliate-Partner abzugeben. Der Merchandise kennt meist den Affiliate-Partner nicht und hat meist auch kein Kontakt mit Ihm.
Nun muss man sich die Frage stellen: Wie Sicher ist es, dass das Affiliate-Netzwerk den Teil der Provision (die dem Affiliate-Partner gehört) auch weitergibt? Und wenn überhaupt, gibt er es dem Richtigem weiter? Nach sehr vielen Test, bin ich heute von einigen dieser Affiliate-Netzwerken extrem enttäuscht. Denn nach diesen Tests stelle ich folgende Schritte fest, um uns kleine Webmasterlein legal ums Geld zu bringen: Schritt 1 - lange Cookies - um den kleinen Webmaster über's Ohr zu hauen:Vermittle dem Webmasterlein, dass eine lange Dauer der Cookies gut sei! 30 oder noch mehr Tage lang! Ach? .... warum denn lang? So ein Unsinn! Je länger desto besser für die "Grossen" Webmasters. Ganz bestimmt nicht für uns Kleinen. Begründung: In den täglich, von allen User benutzten Seiten, wie:
haben die grossen Webmasters bereits ihre Banner mit langdauernden Cookies besetzt. Schon "nur" beim Öffnen einer dieser Top-Seiten werden einem Tracking-Cookies und Ähnliches untergejubelt. Man muss nicht einmal auf den Banner klicken! Da haben wir Kleinen absolut keine Chance mehr über den gleichen Affiliate-Programm Geld zu verdienen. Im Gegenteil, wir füttern damit nur die Grossen, denn diese haben bereits ihre Cookies mit einer höheren Priorität vorausfixiert und verdienen dann über unsere URL noch mehr Geld!! Denn die Grossen setzen auch Tracking-Cookies ein. Die Browser der Kunden können diese nicht löschen! Hingegen unsere Cookies werden von den Browser gelöscht! In Wirklichkeit sollten die Cookies nie über 24 Stunden hinaus gesetzt sein!
Schritt 2 - exakte Linksetzung - um den kleinen Webmasterlein über's Ohr zu hauen:Das geht sehr komplex zu und in voller Übereinstimmung mit den AGB des Affiliateprogrammes, und sieht wie folgt aus: Schritt 2 a) Die KomplexitätDas Erstellen eines Banner-Link über die angebotene Software des Affiliatprogrammes geht sehr einfach vor sich:
Aber wehe man passt nicht auf! Weil in der Zwischenzeit haben einige Affiliateprogramme bereits die URL in einem kleinen Kästchen verändert, dass man schnell übersieht. Und nun kommt die befreiende Meldung "der Link ist Aktiv". Auch dann, wenn der Link auf der falschen URL sitzt.
Schritt 2b) Die komplexe KaufabwicklungGehen wir davon aus, dass per Zufall der Link auf der richtigen URL sitzt, und das die AGB respektiert worden sind. Nun machen sich gewisse Affiliate-Programm die eigentliche "Kaufabwicklung" zu ihren Nutzen und eliminieren endgültig den kleinen Webmaster. Das läuft folgendermassen ab: Der Käufer (Endkunde) klickt auf Ihren Banner und sieht etwas Interessantes zu erwerben. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Schritt 2b) 1Der/die Käufer/in sitzt im Büro seines Arbeitgebers und findet per Zufall Ihren interessanten Banner, klickt darauf und will kaufen. Aber während der Arbeitszeit darf man das nicht tun und muss es auf den Abend verschieben. So kopiert man oben die Linkadresse, setzt es auf einer E-Mail (oder schreibt es auf einen Zettel) und Abends zu hause Kauft man es ab dem privaten PC. Aber da der Link nicht aus der ursprüngliche URL stammt, bekommt der Affi-Partner sein Geld nicht. Wohl bekommt aber das Affiliateprogramm sein Geld vom Merchandise, weil der Link an sich aktiv und "leistungsfähig" ist. Der Merchandise weiss von diesem Unsinn natürlich auch nichts. Schritt 2b) 2Der/die Käufer/in sitzt zu Hause und muss den Kauf erst mit seinem Ehepartner besprechen. So setzt er den Link in den Favoriten/Bookmarks und kauft zwei Wochen Später, indem er aus den Favoriten/Bookmarks heraus clickt. Die Cookies sind in der Zwischenzeit von den meisten Browser oder Antiviren-Programmen gelöscht worden, oder von den oben besagten Top-Seiten "news" und "finanzen" überschrieben worden. Hier, nach 2 Wochen noch ein eigener Cookie im PC des Käufers zu haben, liegt nur im Rahmen der 2 - 5 % Möglichkeiten.
Schritt 3) Die Registrierung der IP-Nummer (Nachtrag vom 7.10.2009)Heute bin ich fast vom Stuhl gefallen als ich in den Allgemeinenen Bestimmungen eines italienischen Affiliate-Programm gelesen habe:
Aber ausser uns Profi-Webmaster, wer bekommt denn am nächsten Tag von seinem Provider diesselbe IP-Nummer? Da in der Affiliate-Werbung nur etwas von der Cookie-Dauer von 30 Tagen steht, kann man dies auch als qualifizierten Betrug betrachten. RechtlichesWenn das Affiliateprogramm vom Merchand seine - und Eure Provision - erhält, dann muss er Eure Provision entweder:
Tut er dies nicht, dann sollte man den zuständigen Staatsanwalt informieren. Wie bereits Erwähnt, kennen sich die Partner meist nicht persönlich. So kann keine geschäftliche Vertrauensbasis aufgebaut werden. Fehlt jedoch diese Vertrauensbasis, dann ist psychologisch alles erlaubt. Analysieren wir das Ganze von einer anderen Seite:Da sind verschiedene riesengrosse Merchand auf dem Markt. Diese Merchands schliessen sich oft an grosse, selbstständige Affiliate-Netzwerken. Nun meine Fragen:
Dieser Markt ist funkelnagelneu. Ist erst vor 15 Jahren entstanden und genau hier - in diesem Punkt - fehlt noch eine unabhängige, externe Kontrollstelle!
Nachtrag vom 5.10.2009Wie die Asiaten die Dauer der Affiliate-Cookies interpretieren:Zuerst einmal muss ich der Wahrheitsliebe erwähnen, dass ich selbst im Affiliate-Marketing für Cookies von kurzer Dauer plädiere. Eine Dauer von 2-3 Tagen wäre für mich optimal. Aber die Cookie-Dauer, in 3 Affiliate-Programmen aus Asien von nur 2 Stunden, schockiert sogar mich. Diese Cookiedauer schmälert den Ruf der anderen chinesischen Netzwerken. Hier einige Beispiele:
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Was mein Vertrauen in den Asiaten hier total zerstört ist die Tatsache dass 2 von diesen Programmen die REF-Nummer nach dem anklicken verschwinden lassen. Also ist absolute Absicht dahinter und der Totalverlust für den Webmaster. Andererseits lebe ich seit 7 Jahren unter den Asiaten. Ich verstehe langsam, dass die asiatische Mentalität ausserordentlich gut und integer ist, aber absolut inkompatibel mit der europäischen Weltanschauung im Business-Bereich. Ein offener Brief an die Affiliate-MerchandsDieser Brief richtet sich an alle Online-Shops, die Ware übers Internet verkaufen und sich bei einem externen Affiliate-Network angeschlossen haben. Liebe MerchandsSeit geraumer Zeit konnte ich als Webmaster im Internet einiges testen. Schlussendlich musste ich feststellen das Einiges schief läuft. Meine Tests kurz erklärt:
Der Unterschied, zwischen dem Affi-Programm und dem Merchand war unbeschreiblich! Wie ist das möglich? Lieber Merchand, da der Gesetzgeber noch Lichtjahre vom Internet entfernt ist, hätte ich die höfliche bitte an Euch eine eigene Affiliate-Software ins Netz zu stellen und so für ein wenig Transparenz im Geldfluss zu sorgen. Insbesondere könnte man sehr vielen Internetschmarotzer das Leben schwer machen. Eure Vorteile: Ich würde mich mit "nur" 3 % Provision begnügen! Heute aber bezahlt Ihr uns 5 %, zusätzlich zur Provision an Eurem Affi-Programm. Also ein unnötiges Kostenärgernis. Zudem, lieber Merchand, haben Sie dann die totale Kontrolle über den Provisionenfluss und den sehr wichtigen Statistiken. Gerne würde ich Euch auch Näheres auf direkten e-mail-weg erklären. |
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