Existiert Gott, ja oder nein?

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1.12.2008/17.07.2010

Gibt es einen Gott oder nicht?

"Ich bin kein Atheist", hat Albert Einstein einem Rabbiner gesagt, als dieser ihn fragte ob er an Gott glaube. Damit hat er wahrscheinlich das alte Testament kritisiert aber nicht die Existenz eines universellen Schöpfers in Frage gestellt.

In diesem Beitrag möchte ich nicht diskutieren ob es Gott gibt oder nicht. Gehen wir davon aus dass es ihn gibt. Dann müssen wir es aber beweisen. Denn Glauben macht selig, aber nicht satt.

Falls ihrer Ansicht nach Gott nicht geben sollte, dann lesen sie einfach nicht weiter. Mir ist es Wurst, ob man daran Glaubt oder nicht.

Aber WER oder WAS ist Gott?

Was ich Glaube, oder gar nur vermute, will ich ihnen weiter unten vermitteln.



Wer oder was soll Gott sein?

Zuerst sollte man definieren wer oder was Gott sein soll. Oder besser: Was stellen wir uns vor, wenn wir von Gott reden?

Ich muss immer wieder lachen wenn man Vergleiche von Gott aus der Bibel oder unserer Erde nimmt. Insbesondere wenn man von Göttern spricht oder gar von einem HERRN. Es hat wahrscheinlich im ganzen Universum so viele Religionen auf den verschiedenen Planeten, das man sie nicht einmal abschliessend aufzählen kann.

Und hier kommt meine Zwischenfrage: Was unterscheidet den HERRN von GOTT oder dem SCHÖPFER?

Für mich persönlich ist der HERR oder GOTT nicht dem universellen SCHÖPFER gleich zu setzen. Denn der SCHÖPFER ist bestimmt kein HERR und wahrscheinlich steht er über jedem GOTT. Und als Gott könnte ich mich den Schöpfer der Menschen vorstellen, aber nicht des Schöpfers des gesamten Universum.

Falls es den universellen Schöpfer geben sollte, dann können wir ihn weder verstehen noch richtig einordnen da ER die Naturgesetze erschaffen hat (Mathematik, Physik, Gravitation, Bewusstsein und Chemie). Diese Naturgesetze kann er nach belieben ändern wann er will. Sollte er die Naturgesetze nicht ändern können, dann handelt es sich nicht um den universellen Schöpfer, sondern vielleicht um einen Gott. Also erübrigt sich für einen "Gottesfürchtigen" die Frage was der universelle Schöpfer kann oder nicht. Der Gottesfürchtige kann ohne weiteres seinem Religionsbuch folgen. Aber dieser wurde vom Menschenhand geschrieben und bestimmt nicht vom universellen Schöpfer.

Persönlich bin ich der Ansicht dass der universelle SCHÖPFER ein Wesen ist, das ausserhalb unseres Universum lebt. Also auch ausserhalb jegliches Religionsbuch.

Auf die Frage ob es ihn gibt oder nicht, habe ich meine eigene Ansichten, die sich mit denjenigen von Albert Einstein zum Teil ähneln:

Nehmen wir mal alles nach den bekannten Naturgesetzen auseinander:
Ich frage mich immer nach dem "wissenschaftlichem Warum" der universelle Schöpfer nicht existieren sollte. Damit meine ich den Schöpfer der Materie im Universum oder anders gesagt: Der Schöpfer der Galaxien die im Nichts schweben und der Diktator über den Naturgesetzen, die das Ganze zusammenhalten.

Das der universelle Schöpfer existiert, ist meiner bescheidenen Ansicht statistisch-wissenschaftlich möglicher, als die Nicht-Existenz des Schöpfers.

Gehen wir mal davon aus das unser Universum im Nichts schwebt. Das scheint die logischste und hoffentlich unbestrittenste Tatsache.

Wie und wo diese Galaxien entstanden sind, spielt keine grosse Rolle:

  • Ob Sie aus dem Urknall entstanden sind, dann ist der Urknall eine Sache und die Naturgesetze nochmals eine zusätzliche Sache die bereits vorbestanden haben müssen. Denn ohne jeglichen Naturgesetzen entsteht kein Urknall.
  • Falls die Galaxien aus einem schwarzen Loch entstammen, oder das erste schwarze Loch den Urknall verursacht hat, dann ist das schwarze Loch ebenfalls eine reelle Sache und die dazugehörigen Naturgesetzen sind ebenfalls etwas, das schon vorbestanden haben müssen. Denn selbst ein schwarzes Loch hat seine Gestzgebigkeit die auf Mathematik, Physik, Gravitation und Chemie beruht.
  • Falls das Ganze überhaupt auf vorbestandenen Naturgesetzen entstanden ist, dann sind diese Naturgesetze ebenfalls eine Sache die bereits vorbestanden hat.
  • Fall das schwarze Loch oder der Urknall oder die Naturgesetzen aus einer Krümmung des Universums entstanden sind, dann ist die Krümmung ebenfalls eine Sache die bereits vorbestanden haben muss.
  • Und überhaupt, falls das BigBen und/oder das schwarze Loch und/oder die Naturgesetzen aus einem anderen Grund entstanden sind, dann ist dieser Grund ebenfalls eine Sache der vorbestanden haben muss.

Wo eine Sache entsteht, da müssen eine Ursache, die Materie und die nötigen Naturgesetzen vorhanden sein. Aber aus dem Nichts entsteht nun mal Nichts. Dabei müsste man grammatikalisch "das Nichts" klein schreiben, denn es ist gar keine Sache! Denn "das absolute Nichts" enthält nichts von all dem. Und unser materielles Universum, samt seinen Naturgesetzen, schwebt nun mal in der Unendlichkeit des absoluten Nichts. Woher kommen also die vorbestandenen Naturgesetzen?

Um sich über die Existenz des universellen Schöppfers zu streiten muss man zuerst die Fragen beantworten:

  • Woher kommt die Mathematik?
  • Ist die von selbst entstanden? Wenn ja, wie denn? Denn aus dem Nichts kommt ja nichts! Das beweist die Mathematik selbst. 0 = 0, und aus 0 kann nicht 1 entstehen. Also muss etwas anderes dahinter sein.
  • Woher kommen Materie und schwarze Löcher? Aus dem Nichts kann nichts entstehen!
  • Wie auch immer der Urknall stattgefunden hat, die ZEIT musste kurz vorher auch schon da gewesen sein. Woher stammt sie?

Zuerst muss man diese Fragen wissenschaftlich, sachlich beantworten. Ohne irgendwelchen Theorien. Den Theorien sind auch Glaubensbekenntnisse über irgend etwas das man nicht kennt und mit einer blumigen Theorie beantworten will.

Aus all diesen Gründen fehlt der unwiderruflichen Behauptung "es gäbe keinen Gott (universeller Schöpfer)" eine wissenschaftliche Basis.

Was mich auch immer wieder stört ist die Meinung, dass das ganze Universum in einem begrenzten Raum "versorgt" sei. Das heisst in irgend einem Gefäss. Diejenigen die das behaupten können aber meistens nicht sagen was ausserhalb des "Gefässes" sein soll. Dass aber unser Universum einfach im unendlichen Nichts schwebt können sich die Letzteren nicht vorstellen.

Persönlich "glaube" ich eher einem Schöpfer unseres Universums, wie in etwa Einstein beschrieben hat. Aber ich glaube nicht an einem Gott der die nötige Zeit für den kleinen Planetchen namens TERRA hat, der um eine Minisonne im Hinterland einer unbedeutenden Spiralgalaxie schwirrt. Und ich glaube natürlich auch nicht an die selbsternannten Gottesvertreter. Insbesondere wenn sich die Letzteren gegen die - vom universellen Schöpfer geschaffenen - Naturgesetzen stämmen.

Erlaubt mir noch die letzte Frage: Falls der universelle Schöpfer existiert, wer hat ihn erschaffen?

Denn aus dem Nichts kommt nun mal Nichts.









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