Die Pubertät in der Schule

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1.11.2008/18.07.2010
Unser Schulsystem aus der Sicht eines genervten Familienvaters betrachtet

Ich muss insgesamt 6 Kinder gross ziehen (z.T. schon erledigt) und habe vor langer Zeit als "älterer Bruder" noch zugeschaut wie eine kleine Schwester gross wurde. Was mich dabei immer noch verwundert, ist das altersmässige Schulsystem, das den effektiven Gegebenheiten nicht gerecht wird.



Was mich als erziehender Vater stört:

1. Das gleiche Alter von Buben und Mädchen in der Schule.
2. Die heutige Übergangsregelung von der Primarschule zur High School.
3. Beginn und Ende der High School.
4. Sinn und Zweck der High School

1. Das gleiche Alter von Buben und Mädchen in der Schule

Beim Eintritt in der Primarschule wird nicht darauf geachtet, das Buben und Mädchen eine vollkommen andere Entwicklung durchlaufen. Man setzt einfach ein Alter ein. Zum Beispiel ab 6 Jahren geht es in der 1. Klasse Primaschule. Dass dabei die Mädchen bereits "erwachsener" sind als die Buben, findet man einfach lustig.

2. Der Übergang von der Primarschule zur High School.

Dass später die Mädchen bereits in der 6. Klasse Primarschule (ja sogar in der 5. Klasse) ihre Geschlechtsreife beginnen und in die Pubertät rüber gehen, während die Buben in der 1. oder 2. Klasse High School den Stimmbruch erlangen, interessiert niemanden. Das scheinen Probleme der Kinder zu sein. Uns Erwachsene soll das ja nicht berühren! Aber wenn uns das nicht interessiert, warum stellen wir Kinder auf der Welt? Um sie danach zu plagen?

3. Beginn und Ende der High School

Wie schon erwähnt beginnen die Mädchen ihr Reifeprozess bereits in der Primarschule und die Buben in der High School. Am Ende der High School haben wir dann "fertige" junge Frauen und "halbfertige Produkte" von jungen Männern, die ins Berufsleben oder in der nächsten höhere Stufe gesteckt werden. Das erzieherische Chaos herrscht vor!

4. Sinn und Zweck der High School

Neben dem "Lernen" sollte die High School jene Schulinstitution darstellen, die die pubertären Kinder aufnimmt. Das heisst die Schulung wärend der Adoleszenz der jungen Menschen übernimmt. Wenn wir diesem Zweck eine erhöhte Bedeutung geben, dann haben wir die Möglichkeit eine "spezialisierte" Schule aufzustellen und werden in der Erziehung die weitaus grösseren Erfolge haben. Aber in einem solchen Fall muss der Beginn der Geschlechtsreife in der High School beginnen. Und dies sowohl bei Buben und Mädchen.

Mein Lösungsvorschlag

Ich rede hier von "ordentlichem" Schulalter, ohne eventuelle Wiederholung von Schuljahren.

  • Beginn der 1. Klasse Primarschule für Mädchen ab 5-6 Jahren und für Buben ab 7 Jahren.
  • Beginn der 1. Klasse High School nach der 6. Klasse Primarschule. D.h. ab 11-12 Jahren für die Mädchen und ab 13 Jahren für die Buben. Womöglich könte man sogar zu reifen Mädchen ab der 5. Klasse direkt in die Sekundarschule zügeln. Das sollte die Schule zusammen mit einem Schulpsychologischen Dienst entscheiden.
  • Dauer der High School von 4 Jahren um möglichst eine lange Periode der Pubertät aufzunehmen. In der 4. Klasse High School kann man ja bereits Sachen integrieren, die für die spätere Berufsbildung geeignet sind.
  • Das Lehrpersonal der High School sollte noch mehr auf die Pubertät und das spätere Berufsleben instruiert werden.
  • Das Primarschulhaus und das Gebäude der High School sollten klar voneinander getrennt sein.

Schlussbemerkung
Den bereits pubertären Töchtern am Ende der 5. Klasse Primarschule stören die kleinen Kinder sehr. Sie haben den sehnlichsten Wunsch "nur endlich fort von hier". Aber dummerweise müssen sie noch das ganze Jahr der 6. Klasse Primarschule durchlaufen. Eine unnötige psychische Tortur für unseren Töchtern, die höchstenfalls Kontraproduktiv in der Erziehung ist und ein erhöhter Verschleiss an Nerven allerseits verursacht.







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