Die Spucke  

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© Pierluigi Peruzzi 24.02.2014 / 13.03.2015    

krxh

Die Spucke in der Zukunft

von Pierluigi Peruzzi


Es handelt sich um eine unglaubige und wahre Geschichte, die mir ein Zeitreisender erzählt hat.

Es war einmal - im Jahre 2217 - ein neuer Raumschifftyp der Erdlinge, der geprüft werden sollte.

Die Prüfung erfolgte wie immer knapp ausserhalb des Sonnensystems. Zu prüfen waren nur die neue Systemen und die Technik, bevor überhaupt die Serienproduktion begonnen werden konnte. Es war kein spezieller Typ von Raumboot. Nur 300 Meter lang und 150 breit. Aber die zivile Flotte brauchte diese Grösse um einen bestimmten Transportbedarf decken zu können.

Während der Prüfung wurde wirklich alles auf Herz und Nieren geprüft. Aber eine Kleinigkeit geschah doch noch.



Die Spucke

Peter Fernandez war einer der Prüfexperten für die äusseren Schotte. John Smith war sein Assistent. Die beiden waren ausgezeichnete Prüfer.

Peter: "John, öffne bitte das Hauptschott ohne die Luft raus zu lassen. Benutze bitte den neue energetische Schirm."
John: "Du hast wirklich Mut, verdammt noch mal. Vielleicht ist Dir entgangen, dass wir keine Raumanzüge anhaben!."
Peter: "Wenn man den energetischen Schirm ausschliesst, so müsste das Hauptschott innert einem Bruchteil einer Sekunde wieder schliessen, wenn nur ein paar Luftatome verloren gehen."
John: "Ok. Die Technik des Hauptschottes hat sich ja überhaupt nicht verändert. Nur der energetische Schirm ist komplett neu. Bist Du bereit?"
Peter: "Ja, mach jetzt!"

John betätigte nun die manuelle Öffnung des Hauptschottes, der das Lagerraum vom Weltraum trennte. Alles funktionierte ausserordentlich gut. Die zwei Prüfer gingen nun zum geöffneten Schott, der jetzt durch einen unsichtbaren enrgetischen Schirm ersetzt worden war. Die Sterne der Milstrasse leuchteten in ihrem besten Licht durch die unsichtbare Mauer aus Energie, die die Luft zurückhielt. Aber nur die Luft, alles andere musste hindurch gehen können. Es handelte sich ja um den modernsten Schirm der die Menschen entwickelt hatten.

John: "Was machen wir jetzt? Wir können ja nicht ohne Raumanzug aussteigen?"
Peter: "Nicht nötig. Es genügt irgend etwas rauszuschmeissen, dass durch den Schirm hindurch gehen muss und so sehen wir, ob alles in Ordnung ist."
John: "Aber es ist strengsten verboten irgend etwas mitten in den Raumstrassen zu werfen! Eine kleine Schraube genügt um ein Raumschiff in voller Fahrt schwer zu beschädigen."
Peter: "Eine Schraube ja. Sie ist aus Metall. Aber ich habe eine Idee."

So spuckte Peter recht stark gegen den energetischen Schirm und diese Körperflüssigkeit schaffte es durch den Schirm hindurch zu gleiten und sich vom Raumschiff zu lösen. Nach einem schallenden Gelächter der Beiden und mit der Feststellung dass alles in Ordnung war, schlossen die Beiden wieder das Hauptschott und machten sich auf dem Wege zur Kaffetteria des Schiffes.

Die Spucke selbst jedoch vereiste sofort im kalten Weltraum und zerbrach in mehreren Kleinteile, die jetzt durch den Weltraum gleiteten. Jedes Teilchen hatte nur gerade einige Milligramme oder weniger an Gewicht.


400 Jahre später

Zwischen den Menschen und den dreibeinigen Volk der Krxh aus dem Sysius-System stimmte schon lange nicht mehr alles. Man hasste sich gegenseitig.

Aber dummerweise hatte die darwinische Ursuppe - die sich im Syrius-System entwickelt hatte - etwas komplett anderes als die Menschen herfvorgebracht.

Das Volk der Krxh war 3-geschlechtlich. Hatten ein einziges, grosses Auge und ein widerliches Ohr neben dem Mund. Aber all dies oben auf dem Kopf. Aus diesem Grund begann ihre Speiseröhre oben auf dem Kopf und ging durchs Gehirn hindurch. Die Krxh betrachteten die Erdmenschen als alle Schwul, da sie nur 2 Geschlechter hatten. Aber die Erdmenschen ekelten sich vor ihren Mund oben auf dem Kopf, neben dem abstossendem Ohr. Und zudem all dieses Grunzen, dass sie bei jedem Schritt machten, war nicht auszuhalten. Um ja nicht vom Gestank zu reden, dass sie verbreiteten.

Die Krxh aber ekelten sich vor den menschlichen Embrionen im Bauch eines weiblichen Menschen, tief in Körperflüssigkeiten eingetaucht. Um nicht von der ganzen Sauerei die bei einer menschlichen Geburt zu reden. Wäre es nicht besser ein Ei in einem sterilen Korb zu legen? Das wäre doch viel sauberer gewesen.

Man konnte unter diesen Voraussetzungen sich nicht verstehen und die Scharmützel zwischen den Kriegsraumschiffen waren täglich.

Schlussendlich aber, nach so vielen Toten und so manchen Raumschlachten, die über 100 Jahren lang gedauert hatten, entschied man sich Friede zu machen.


Die Ankunft des Grossen Grunzer

Es hätte ein Festtag werden sollen. Sowohl für die Erdmenschen wie für das Volk der Krxh. Mit der Ankunft des Grossen Grunzer des Volkes der Krxh, hätte man endlich den Frieden feiern können.

Das grosse Flaggschiff der Krxh war bereits in der 4. Dimension gesprungen und war jetzt kurz vor dem Eintritt in der 3. Dimension, exakt vor dem Sonnensystem. An Bord war GG, so wie die Erdlinge gerne den Grossen Grunzer nannten und sehr viele hohe Vertreter der Krxh. Es handelte sich um einen Superschlachtkreuzer von 5 km Länge und einer Stammbesatzung von 30'000 Krxh.

Aber irgend etwa funktionierte nicht wie es sollte. Einmal in der 3. Dimension zurück und noch in voller Fahrt mit 99% der Lichtgeschwindigkeit, hatten die energetischen Schutzschirme aus irgend einem Grund eine Verspätung im Aufbau von 1 millionstel einer Sekunde.

Aber gerade in dem Moment kollidierte die Vorderseite des Superschlachtkreuzers mit einem sehr kleinen, vereisten Spuckfragment. Die physikalische Reaktion war gewaltig. Ein Milligramm Materie kollidiert praktisch mit Lichtgeschwindigkeit mit dem Stahl des grossen Raumschiffes.

Die Atomen der Spucke und eine gleiche Menge von Atomen des Stahles zerrissen sich gegenseitig. 2 Milligrammen Materie verwandelte sich in reine Energie. Es ergab nichts anderes als die Atomare Explosion innerhalb der befestigten Stahlwand des Superschlachtkreuzers. Die gesamte Vorderseite des Raumschiffes ging in Stücke. Auch die Generatoren der energetischen Schutzschirme, die jetzt aufs Maximum bereits hochgetrimmt waren, fanden keinen Verbraucher mehr und kein Computer der sie regelte. Sie explodierten Mitschiffs. Das Superraumschiff explodierte in Millionen von Fragmenten und die ganze Besatzung starb sofort zusammen mit GG.

Die 2 kleineren Raumschiffe der Eskorte versuchten zu retten was zu retten war, aber es war nichts mehr möglich. So untersuchten sie den Grund des Desaster und mit Ihren Hightechgeräten bemerkten sie Eisfragmenten im Weltraum. Sie konnten auch anhand der DNA sofort feststellen, dass es sich um menschliche, orale Exkrementen handelte. So kehrten Sie dem Sonnensystem den Rücken und flogen wieder nach Hause.

Auf der Erde zirkulierte unterdessen mit leiser Stimme der Witz, dass das grosse Flaggschiff des GG "weggespuckt" worden war. Die Witze darüber summierten sich. In den Regierungsarchiven konnte man sogar feststellen dass es sich um die Spucke von Peter Fernandez gehandelt hatte, der vor 400 Jahren gelebt hatte.

Aber auf Syrius explodierte nun der Hass und die Wut. Ihr geliebter Grosse Grunzer war weggespuckt worden. Wie erniedrigend!

So versammelte sich innert ein paar Monaten eine Riesenflotte von über 30'000 Raumschiffen die danach direkt ins Sonnensystem sprangen. Nach einer Schlacht, wo die Krxh fast 90% ihrer Flotte verloren, waren alle Planeten des Sonnensystems, inklusive Erde, zerstört und pulverisiert worden.

Die Reaktion der menschlichen Kolonien lies nicht auf sich warten und die Kolonialflotte zerstörte alle Planeten des Syriussystems. Nach einer sehr langen Schlacht zerstörten diese beiden Völker gegenseitig praktisch alle ihre Kolonien. Der Krieg dauerte gerade noch 20 Jahren, dann blieb fast nichts mehr übrig von den Menschen und dem Volk der Krxh.


Das Ende

Nun entschied die Galaktische Federation der anderen intelligenten Lebewesen die Eliminierung der restlichen Menschen und der Krxh.

Danach wurden nur noch wenige Pärchen der menschlichen Gattung in den Zoos der anderen intelligenten Lebewesen ausgestellt. Über ihren Käfigen stand: "Homo Sapiens" halbintelligentes Lebewesen. Äusserst gefährlich. Fütterung verboten.

Der Sinn dieser Geschichte: Spuckt bitte nicht herum!





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