Patente & Copyright


Das veraltete Copyright-System und die nicht funktionierenden Patentämter

Vor Jahrhunderten hatte man ein Copyright-Sytsem entwickelt (Patentamt), um das Gedankengut von Erfindern und Buchautoren zu schützen. Das basierte aber auf materiellen Industrieerzeugnissen (Hardware) und Büchern aus Papier (ebenfalls Hardware). Heute wendet man dieselbe Gesetzgebung des Patentes und Copyright auch auf Software und Musik an. Also virtuelle Dinge.

Zudem kann man die heutigen Patentämter zum Teil als "Registrierungsstelle für gestohlenes, geistiges Eigentums" betrachten.

Dabei sind die verschiedenen Nationalen Gesetzgebungen hinderlich für jede Patentierung und Sicherung des Copyrightes. Es herrscht so ein grosses Wirrwar an gesetzlichen Bestimmungen in Europa und in der Welt, dass alles undurchschaubar geworden ist.

Aber gerade dort, wo es heute sehr einfach wäre, Software, Filme, Daten und dergleichen unter eingeschriebenem Copyrightschutz und Patentierung zu stellen, gerade dort läuft es nicht so wie es sollte. Insbesondere die verschiedenen internationalen Copyright-Gesetze machen das Ganze wirklich nicht einfach.

Diesem Gesetzes-Flickwerk und Anpassung-Desaster sollte ein Ende gesetzt werden.



Mein Lösungsvorschlag für ein patentiertes Copyright der Software und virtuelles Copyright

Man schaffe zuerst ein funkelnagelneues Patent-Ministerium in Brüssel für das Copyright. In der Art "Neubau auf der grünen Wiese".

Man schaffe ein europäisches Gericht in Brüssel, spezialisiert in Copyright und Patente, mit den Befugnissen eines Provinzgerichtes, das vom genannten Ministerium verwaltet wird.

Das Ministerium sollte eine internationale Registrierungsstelle im Internet aufstellen.

  • Die Software, oder Grafiken und andere virtuelle Dinge wie CAD und dergleichen würden dann online von den Anwälten und Bürgern an diese Registrierungsstelle übermittelt.
  • Ein Online-Registrierungsformular könnte sämtliche Daten aufnehmen.
  • Die Gebühr von ca. 30-50 Euro würde dann per Kreditkarte oder PayPal bezahlt werden können.
  • Es würde absolut keine Überprüfung des übermittelten Projektes stattfinden.
  • Fertig. Jetzt hätte irgendeine Firma oder Bürger sein registriertes Copyright mit einem wichtigen Datum.
  • Das Ministerium veröffentlicht die Patente im Internet und diese sind frei für jedermann auf der Welt zugänglich und sichtbar.
  • Wichtig wäre dabei ein gutausgedachter Directory-System.

    Nun zum "gestohlenen" Copyright oder Patent. In einem solchen Fall sollte man beim genannten, spezialisiertes Gericht Anklage erheben können. Schön motiviert und mit Beweismaterial belegt.

    Ferner sollte man die Dauer des Patentes so regeln, dass das Recht auf Copyright höchstens 40 Jahre lang dauert. Es darf nicht verlängert und nicht erfrischt werden und nach den 40 Jahren wäre es allgemeines Bürger-Eigentum. Damit könnte man einiges an Leerlaufgerichten sparen.

    Zum Schluss könnten doch in den heutigen Patentbüro's alles durchscannen und nach Brüssel transferieren. Schlussendlich, nach 40 Jahren, könnten die heutigen Patentbüros ihre Ware an die Museen und Nationalarchiven weitergeben und definitiv schliessen. Abgesehen vom Aufbau und Anfangs-Investitionen, würde man in der Zukunft damit ein Haufen Geld und Platz sparen.

    P.S. Da fällt mir noch ein: Was will man auf virtuellen Grafiken noch für ein Copyright setzen, wenn man doch mit Photoshop jegliche Fälschung machen kann? Was ist dann eine Fälschung? Was ist ein Original? Hat die Fälschung auch noch ein Copyright? Wem gehört dieses? usw. usf. Da müssen wir uns schon etwas einfallen lassen und damit aufhören das uralte Gesetz zu "verbessern" und "nachzuschleifen".