Schiffskapitäne & Fährenkommandanten


Die heutigen Schiffskapitäne

In den letzten Jahren kommt es immer wieder zu Schiffskatastrophen. Einerseits hat der Schiffsverkehr in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen und so muss es zwangsläufig mehr Scherben geben. Aber andererseits lassen doch zwei der letzten Katastrophen Zweifel an die Schulung, Idoneität und die Tauglichkeit der heutigen Schiffskapitäne aufkommen.

Wenn heute Euer Kapitän meldet: "Geht zurück in Euren Kabinen," dann kann man annehmen, dass das Schiff am Sinken ist. Dann sollte man auf Deck gehen und wenn möglich noch eine Schwimmweste fassen. Sobald das Schiff stark in Seitenlage gerät, dann ist mit 99% Wahrscheinlichkeit der Totalverlust des Schiffes anzunehmen.

Dasselbe gilt, wenn irgend eine andere Stimme - als diejenige des Kommandant - Euch Anweisungen zur "Ruhe Bewahren" gibt. Dann kann man sogar annehmen, dass der Kapitän bereits geflüchtet ist.

trymaran auf palawan
Ein Trymaran auf Palawan



Der Schiffskapitän der Costa Concordia (Italien)

Wie wir alle bereits wissen war dieser Kapitän mit der Schiffsführung total überfordert. Wie er Kapitän eines Riesenkreuzers geworden ist, bleibt ein Rätsel. Vorerst war er ja Sicherheitsoffizier auf einem anderen Schiff. Danach wurde er zum Kapitän gefördert. Er ist vorher nie 1. oder 2. Offizier eines Schiffes gewesen. Auch bleibt ein Rätsel die Herkunft seiner Familie. Eine alterswürdige Familie aus Neapel, einer Stadt, dass durch die Camorra gelenkt wird.

Dieser Kommandant hat ja den Passagieren befohlen: "zurück in die Kabinen". Hätte er das nicht getan und den Passagieren befohlen auf Deck zu gehen, dann wären nicht 32 Tote zu beklagen gewesen. Sondern weitaus weniger. Hier wurde sehr lange gezögert.

Der Schiffskapitän der Sewol (Südkorea)

68 Jahre alt übergibt das Steuer einer Schwerbeladenen Fähre einer 26 jährigen Offizierin. Das geht schon, wenn die 26 jährige bereits genügend Erfahrung hat und die LKW unter Deck gesichert sind. Aber wehe dem, wenn die Ladung verrutscht. Dann ist es aus.

Auch dieser Kommandant hat den Passagieren befohlen "zurück in die Kabinen". Also denselben Fehler wie die Costa Concordia und ein ähnlicher Kommandant, der das Schiff verlässt, bevor nicht alle von Bord gegangen sind. Auch hier wurde sehr lange gezögert.

Die Schulung und der Werdegang zum Schiffskapitän

An diesem Punkt angelangt muss man sich schon fragen wie man Kapitän wird. Ein griechischer Journalist hat es vor Jahren geschafft - ohne jemals ein Schiff betreten zu haben - das Patent des Hochseeschiffkapitän zu erwerben. Da kann man nur noch lachen.

    Da tauchen aber doch berechtigte Fragen auf:
  • Was für eine Vorschulung braucht ein(e) Kapitän(in)?
  • Was für eine Praxisdauer braucht der(die) Kapitän(in)?
  • Was für ein Alter sollte ein Kapitän minimal und maximal haben?
  • Welche psychologischen Prüfungen haben Sie durchgemacht?
  • Wurden sie darauf geprüft sofortige Entscheidungen treffen zu können? Auch solche die ihr Kommando kosten könnten?
  • Hat der Schiffskapitän Mut und Charisma oder ist er ein feiger Schönling in Offiziersuniform, der eine bestimmte Körpergrösse haben muss?
  • Welche komplexe technische Dinge muss der Kapitän über die Stabilität und die Technik eines Schiffes beherrschen?
  • Hat man während der Offiziersakademie mehr auf Holz, Segeln uns Sextanten gesetzt, statt auf Stahl, Dieselmotoren und Computer?

Ich könnte noch 1000 weitere Fragen stellen, aber über die Idoneität eines Hochseeschiffskapitän müsste sich einmal die EU auseinandersetzen. Nur so kann man Abstand von Camorra, Mafia, politischen Lobbys und schwatzenden Schiffsoffizieren nehmen.

Zur Körpergrösse - die sehr oft mitentscheidet ob man Kapitän wird oder nicht - möchte ich Napoleon Buonaparte erwähnen. Er konnte alle mitziehen und hatte ein äusserst starkes Charismas. Seine Untergebenen unterordneten sich ihm immer freiwillig und mit Freude. Er war ca. 158 - 164 cm gross. Je nach Hystoriker.